Verbandsliga • 6. Spieltag • Sonntag, 21. 10. 2018

 

VfL Herrenberg – TSV Lustnau 2:2

Rechtzeitig zum Spiel lichtete sich der Nebel über Herrenberg und bescherte Spielerinnen und Zuschauern bestes Fußballwetter. Die Herbstsonne beflügelte beide Teams, die von Anfang ein interessantes Fußballspiel boten. Herrenberg zelebrierte sein überfallartiges Umschaltspiel, bei dem nach Ballgewinn sofort vier Spielerinnen aufs gegnerische Tor stürmten. Lustnau setzte gegen diese immer wieder heranrollende grüne Stampede auf diszipliniertes Stellungsspiel, enge Räume und entschlossenes Zweikampfverhalten. Umgekehrt suchten die Gäste aus Tübingen mit Ballkontrolle und überlegtem Aufbauspiel zum Erfolg zu kommen, was die Gastgeberinnen durch ebenso kluges Stellungsspiel zu unterbinden wussten. Die zwei Teams spielten ihr jeweiliges System konsequent, da aber beide Trainer ihre Elf auf den Gegner gut eingestellt hatten, konnte sich keine der beiden Seiten einen dauerhaften Feldvorteil erarbeiten.

Nach einer guten halben Stunde hatten die Lustnauerinnen ihre beste Phase. Einen Freistoß von Matea Grgic in der 27. Minute verpasste Jenny Dörner nur ganz knapp. Und nur drei Minuten später stand Lustnaus Linksaußen schon wieder im Mittelpunkt. Nach einem schnellen Flankenlauf über rechts drang Joy Strähle in den Strafraum ein und spielte den Ball von der Grundlinie zurück auf Jenny Dörner. Die fackelte nicht lange und erzielte mit einem platzierten Schuss in der 30. Spielminute das 1:0 für Lustnau. Damit ging es auch in die Pause.

Nach der Pause drängte der Tabellenführer auf eigenem Platz wie zu erwarten auf den Ausgleich und brachte das Gästeteam für eine Viertelstunde immer wieder in Bedrängnis. Celine Soraya Philipp in der 58. und Leonie Kopp in der 66. Minute nutzten jeweils Unachtsamkeiten in der Lustnauer Hintermannschaft aus und sorgten für die Herrenberger 2:1-Führung. Die währte jedoch nur kurz, denn direkt nach dem Wiederanpfiff erlief Joy Strähle einen Steilpass und schoss den Ball in der 67. Spielminute an Torhüterin Dias da Silva vorbei zum Ausgleich ins Herrenberger Tor. Das Spiel blieb bis zur letzten Minute intensiv, beide Teams hätten es noch für sich entscheiden können, doch schließlich blieb es beim gerechten Unentschieden.

Trainer Reinhold Kramer: „Mein Team hat heute eine sehr disziplinierte Leistung gezeigt. Gegen einen Gegner, der gerade einen richtigen Lauf hat, haben wir gut agiert. Was uns fehlt, sind Punkte.“

Trotz der guten Leistung rutscht der TSV Lustnau um zwei Plätze ab, da die Tabellennachbarn ihre Spiele gewannen. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen ist der Vorjahresdritte nun Neunter.

Für Lustnau spielten: Hanna Mayer – Jule Kramer, Paulina Ehrlich, Angelika Oswald, Victoria Stahl – Aileen Thomé (67. Katharina Lang), Katja Dierkes, Matea Grgic (90. Lea Henes) – Joy Strähle, Elisa Braun (87. Fabienne Limberger), Jenny Dörner.