Verbandsliga • 17. Spieltag • Sonntag, 5. 5. 2019

 

TSV Lustnau – VfL Herrenberg 3:0

Das Topduell in der Verbandsliga zwischen dem Dritten TSV Lustnau und dem Tabellenführer VfL Herrenberg war das erwartete Klassespiel. Überraschend klar konnte sich der TSV mit 3:0 durchsetzen.

Wie zu erwarten griffen die Herrenbergerinnen von Anfang an immer wieder mit fünf, sechs Spielerinnen an, doch die Lustnauer Defensivabteilung stand von der ersten Minute an sicher und ließ nur ganz wenig zu. So ergab sich die erste gute Chance denn auch auf Lustnauer Seite, als Gina Rilling in der 15. Minute allein auf Torhüterin Carolin Frasch zustürmte. Doch die Herrenberger Schlussfrau lenkte den Schuss reaktionsschnell zur Ecke. In der 20. Minute war es dann aber soweit. Es war wieder Gina Rilling, die nach einem Eckball, den Herrenberg nicht aus der Gefahrenzone bringen konnten, mit einem Schuss aus dem Hintergrund die 1:0-Führung für Lustnau besorgte. In der 35. Minute hätte die erstmals seit November 2017 wieder von Anfang auf dem Platz stehende Isabel Schmidt-Muniz fast die Lustnauer Führung ausgebaut, doch auch sie scheiterte allein vor Herrenbergs Torhüterin Frasch. Der VfL wurde gegen Ende der ersten Halbzeit stärker und hatte nun seine beste Phase. Nach einem Durcheinander im Strafraum prallte der Ball in der 41. Minute gegen den Pfosten des Lustnauer Tores und rollte zum Einschieben einladend vor der Linie entlang, wurde dann aber von der Lustnauer Verteidigung beherzt weggeschlagen. Die Gastgeberinnen ließen sich auch in dieser Phase keineswegs hinten reindrängen, sondern ergriffen immer wieder die Initiative. Fast mit dem Pausenpfiff stürmte Isabel Schmidt-Muniz in den 16er, legte quer auf Lena Tarmann und die erzielte mit einem satten Schuss aus halblinker Position die 2:0-Pausenführung.

Nach der Pause versuchten es die Gäste aus Herrenberg wieder mit massiven Angriffen, aus denen sich aber keine wirklich zwingende Torchance ergab. Auf der Gegenseite sorgte Mittelfeldspielerin Matea Grgic in der 64. Minute auf unnachahmliche Weise für die Entscheidung. Es war ein Schuss wie ein Strich, der aus 25 Metern Entfernung im linken oberen Dreieck des Herrenberger Tores einschlug. Gäbe es so etwas in der Verbandsliga, dieser Treffer der ehemaligen kroatischen U17-Nationalspielerin wäre ein heißer Kandidat für das Tor des Monats oder gar des Jahres. Nach dem Lustnauer 3:0 wirkte der Tabellenführer aus Herrenberg etwas ratlos, gefährliche Szenen gab es nur noch vereinzelt. Beide Trainer wechselten in den letzten zwanzig Minuten viermal aus, und Lustnau spielte das Spiel nun souverän und kontrolliert zu Ende.

Trainer Reinhold Kramer: „Das war unsere beste Saisonleistung – gegen den besten Gegner, den wir in dieser Saison hatten. Ein großes Kompliment an das ganze Team, alle haben hervorragend zusammengearbeitet.“

Lustnau ist jetzt das beste Rückrundenteam, bleibt in der Tabelle aber trotzdem auf dem dritten Platz, da Konkurrent Neuenstein ebenfalls gewonnen hat. Allerdings ist die Spitzengruppe etwas näher zusammengerückt – mit Betonung auf „etwas“, denn Herrenberg hat nach wie vor einen großen Vorsprung.

Für den TSV Lustnau spielten: Hanna Mayer – Jule Kramer, Paulina Ehrlich, Angelika Oswald, Victoria Stahl (80. Fabienne Limberger) – Gina Rilling, Joy Strähle, Katja Dierkes (72. Lena Herr), Matea Grgic – Lena Tarmann (84. Katharina Lang), Isabel Schmidt-Muniz (75. Elisa Braun).