Verbandsliga • 16. Spieltag • Sonntag, 14. 4. 2019

 

TGV Dürrenzimmern – TSV Lustnau 1:2

Die Begegnung zwischen dem zweitbesten Team der Rückrunde aus Tübingen und dem schlechtesten Team der Rückrunde aus Brackenheim verlief nur teilweise wie erwartet. Die Lustnauer Frauen bestimmten zwar von Anfang an das Spiel, waren aber keineswegs so dominant, wie man auf Grund des großen Abstands in der Tabelle vielleicht erwartet hatte. Der holprige Rasen und ein böiger Wind machten einen geordneten Spielaufbau schwer, zudem ging die Dürrenzimmerner Hintermannschaft meist sehr konsequent zur Sache. Dennoch erarbeiteten sich die Gäste drei gute Chancen, die dreimal von Lena Tarmann nicht verwertet werden konnten. Die Stürmerin, die nach dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder von Anfang an spielte, brauchte wohl diese Halbzeit, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.

Nach der Pause stellte Lustnaus Trainer Kramer um, Joy Strähle stürmte nun neben Lena Tarmann, um so den Druck auf die Heimmannschaft zu erhöhen. Doch zunächst sah es so aus, als würde dieser Schachzug ins Leere gehen, denn in der 48. Minute bekam Dürrenzimmerns Miriam Blocher den Ball maßgerecht in den Lauf gespielt, hebelte mit einer geschickten Drehung die Lustnauer Hintermannschaft aus und platzierte den Ball gegen die Laufrichtung von Torhüterin Hanna Mayer ins linke Eck. Die Freude und die Hoffnung der Gastgeberinnen auf die ersten Punkte in der Rückrunde währten jedoch nur kurz. Nur drei Minuten nach dem Dürrenzimmerner Führungstreffer setzte sich Lustnaus Gina Rilling über links im Strafraum durch, flankte in die Mitte und dort stand Lena Tarmann goldrichtig und drückte den Ball aus kurzer Entfernung zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Und wiederum nur sechs Minuten später erkämpfte sich Joy Strähle im Mittelfeld einen Ball, hob ihn über die Abwehrreihe auf Lena Tarmann und die verlängerte die Kugel an Dürrenzimmerns Torhüterin Damaris Nagel vorbei zur Lustnauer 2:1-Führung. Die Lustnauer Sturmspitze war jetzt definitiv auf Betriebstemperatur und hätte in der 77. Minute fast ihren dritten Treffer erzielt, aber Torhüterin Nagel fing die gefährliche Bogenlampe gerade noch ab.

Dürrenzimmern erhöhte in den Schlussminuten den Druck und wollte den Ausgleichstreffer, aber die Gästedefensive stand wie schon in den vergangenen Spielen sehr sicher und ließ nichts zu. Auf der anderen Seite hätte Eva Brenner in der 88. Minute sogar noch erhöhen können, aber ihren Schuss aus halbrechter Position machte wiederum Torhüterin Nagel unschädlich.

Trainer Reinhold Kramer: „Ein hart erarbeiteter, aber auch verdienter Sieg gegen einen Gegner, der besser gespielt hat, als sein Tabellenplatz aussagt. Der größere Wille hat gewonnen.“

Der TSV Lustnau bleibt Dritter, ist jetzt aber auf Schlagdistanz zum Tabellenzweiten TSV Neuenstein, der sich beim SV Musbach mit nur einem Punkt zufriedengeben musste.

Für den TSV Lustnau spielten: Hanna Mayer – Jule Kramer, Paulina Ehrlich (58. Katharina Lang), Angelika Oswald, Fabienne Limberger – Katja Dierkes – Lena Herr (54. Eva Brenner), Joy Strähle, Gina Rilling, Matea Grgic – Lena Tarmann (86. Lena Meier).