Regionenliga 5 • 10. Spieltag • Sonntag, 18.11.2018

 

TSV Lustnau II – TSV Ofterdingen 3:5

So einen Spielverlauf haben selbst langjährige Fußballfans wohl nur selten gesehen. Das Regionenligateam des TSV Lustnau verspielte eine 3:0-Führung und stand am Ende mit leeren Händen da. Dabei hatten die Gastgeberinnen losgelegt wie die Feuerwehr. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als die Lustnauer Frauen die zu weit aufgerückte Abwehrreihe der Gäste durch kluges Passspiel überlisteten und zu dritt vor Ofterdingens Torfrau Kopp standen. Lena Herr schloss den Angriff mit einem platzierten Schuss zum 1:0 ab. Nur zwei Minuten später wurde Johanna Tenbruck mustergültig bedient und erhöhte auf 2:0. Und nach gerade einmal 18 Minuten stellte Lena Herr mit ihrem zweiten Tor auf 3:0. Lustnau erarbeitete sich noch weitere Chancen, so traf etwa Lena Herr in der 43. Minute das Außennetz. Zählbares sprang nicht mehr heraus, sodass es mit einem scheinbar sicheren Dreitorevorsprung in die Pause ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit knüpfte Lustnau zunächst an die gute Leistung im ersten Durchgang an. Stürmerin Annika Zentel hätte in der 47. Minute für noch klarere Verhältnisse sorgen können, hatte aber Pech mit einem Lattentreffer. In der 56. Spielminute verkürzten die Gäste aus Ofterdingen durch Cathrin Steinhilber auf 1:3 und witterten nun ihre Chance. Lustnau hatte nun den entscheidenden Nachteil, dass die Innenverteidigung komplett umgestellt werden musste. Nachdem Nelly Protrkic bereits in der 34. Minute das Spielfeld hatte verlassen müssen, verletzte sich nun auch Lena Meier und musste schließlich für Rike Maier Platz machen. Die Ofterdingerinnen kamen in der 72. und 74. mit zwei Treffern in schneller Folge zum Ausgleich und gaben sich auch damit noch nicht zufrieden. Nur vier Minuten später unterlief Annika Zentel ein Eigentor, und somit hatte sich das Blatt endgültig zugunsten der Gäste gewendet. Nach dem 3:4 war Lustnau nicht mehr in der Lage, Kräfte zu mobilisieren und sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Das zweite Eigentor des Tages zum 3:5-Endstand durch Laura Di Nicola war nur mehr der Schlussstrich unter eine zweite Halbzeit, die aus Lustnauer Sicht zum Vergessen war.

Fazit: Die Ofterdinger Frauen haben sich nach dem Dreitorerückstand das Motto „Du hast zwar keine Chance, aber nutze sie!“ zu eigen gemacht und noch gewonnen. Dafür gebührt ihnen Respekt.

Der TSV Lustnau II rutscht in der Tabelle um einen auf den achten Rang ab.

Für Lustnau spielten: Madeline Wittel – Hannah Klink, Nelly Protrkic (34. Laura Di Nicola), Lena Meier (73. Frederike Maier), Theresa Hug – Melanie Plietsch, Lisa-Marie Gruschke – Johanna Tenbruck, Lena Herr, Julia Friebis (73. Lina Lindenschmid) – Annika Zentel (77. Nina Bopp).