Bezirksliga Alb • 15. Spieltag • Sonntag, 6. Mai 2018

 

TSV Lustnau II – SV 03 Tübingen 7:0

Das Tübinger Lokalderby war in der Rückrunde eine klare Sache. Die Gastgeberinnen aus Lustnau hatten das Spiel von Anfang an im Griff, während die Frauen des SV 03 Tübingen nur ganz vereinzelt gefährlich vor dem Lustnauer Tor erschienen.

Die erste Großchance ergab sich für den TSV Lustnau in der 13. Minute nach einer scharfen Flanke von Johanna Tenbruck, aber Dorothea Berke und Lisa-Marie Gruschke behinderten sich gegenseitig, sodass der Ball neben dem Tor landete. Doch nur fünf Minuten später machten es die beiden viel besser. Einen Schuss von Berke konnte SV 03-Torhüterin Carolin Götz gerade noch abblocken, aber der Nachschuss von Gruschke landete zur 1:0-Führung im Tor. In der 20. Minute lenkte die wackere SV 03-Torhüterin einen scharfen Schuss von Johanna Tenbruck noch zur Ecke ab, aber in der 22. war dann wieder Lisa-Marie Gruschke an der Reihe. Ihr Schuss prallte an den Pfosten, von dort an den Rücken der Torhüterin und von dort wiederum zur 2:0-Führung ins Tor. In der 34. Spielminute war dann auch Spielführerin Johanna Tenbruck erfolgreich: Einen tollen Sololauf schloss sie mit einem trockenen Schuss ins rechte Toreck ab. Zwei Minuten später legte Dorothea Berke den Ball auf Anna-Sophia Tenbruck zurück und die schloss mit ihrem schwächeren linken Fuß zur 4:0-Pausenführung ab. Lustnau spielte aus einer ganz sicheren Abwehr heraus, kombinierte gut und war auch im Abschluss immer wieder gefährlich.

Nach der Pause war zunächst Nelly Protrkic an der Reihe, die aus 20 Metern mit einem sehr schönen Schuss zum 5:0 traf. In der 63. Minute war es dann Fabienne Limberger, die eine un-klare Situation im Strafraum ausnutzte und den Ball kurz entschlossen zum 6:0 versenkte. In der 67. Minute war schließlich Vorlagengeberin Dorothea Berke auch noch selbst erfolgreich, als sie allein vor Torhüterin Götz den Ball zum 7:0-Endstand ins kurze Eck schob. In der 70. Minute sahen die Zuschauer die gefährlichste Szene des SV 03. Stürmerin Lisa Mansfeld lief verfolgt von Fabienne Limberger auf den Lustnauer Strafraum zu und konnte von Limberger nur um den Preis eines Foulspiels gestoppt werden – zum Glück vor dem Strafraum und zum Glück nicht als letzte Frau, denn sonst hätte es nicht nur Gelb und Freistoß gegeben. Der Freistoß brachte aber nichts ein. In den letzten zwanzig Minuten versuchten es die Lustnauer Frauen immer wieder mit Tempogegenstößen, die aber jedes Mal von der laufstarken SV 03-Verteidigerin Katrin Kübek geklärt wurden.

Trainer Manuel Braun: „Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir besprochen haben. Der Sieg ist hochverdient und gibt uns weiteren Schub im Kampf um die Meisterschaft.“

Da Tabellenführer Nehren/Dußlingen nur unentschieden spielte, stehen Lustnau II und Nehren/Dußlingen jetzt punktgleich an der Tabellenspitze. Aber Nehren/Dußlingen hat auch trotz des hohen Lustnauer Sieges immer noch das wesentlich bessere Torverhältnis. Der Abstand der beiden Führenden zum Dritten Dettingen/Erms beträgt aber schon sechs Punkte, sodass alles danach aussieht, als würden der TSV Lustnau II und die Sgm Nehren/Dußlingen Meisterschaft und Aufstiegsrelegation im Bezirk Alb untereinander ausmachen.

Es spielten: Hanna Mayer – Lina Lindenschmid, Laura Di Nicola, Nelly Protrkic – Johanna Tenbruck, Fabienne Limberger, Kim Renz, Rike Maier – Dorothea Berke, Lisa-Marie Gruschke. Eingewechselt wurden Hannah Klink, Larissa Gerber, Anna-Sophia Tenbruck.